Holunder

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Holunder ist ein uraltes heimisches Wildobstgewächs mit enormem Wert für Flora und Fauna.

Der Holunderstrauch zählt zur Familie der Moschuskrautgewächse, die fast weltweit vorkommt. Bei uns ist Holunder auch als Hollerstrauch oder Fliederbeere bekannt. Der Halbstrauch oder kleine Baum ist wegen seiner duftenden Blüten und vitaminreichen Beeren äußerst beliebt. Es sind botanisch betrachtet Steinfrüchte. Sie werden zu Saft, Gelee oder Sirup verarbeitet. Aus der meist weißen Holunder Blüte wird Sirup gewonnen. Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) ist der bekannteste Holunderstrauch in Deutschland. Weitere Holunderpflanzen bei uns sind der Rote Holunder sowie der Zwerg-Holunder. Ein Holunderstrauch sollte in keinem Natur- oder Nutzgarten fehlen.

 

Der Holunderstrauch wächst aufrecht und schwach verzweigt.

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) erweist sich durch seinen malerischen Wuchs, die schönen Blüten und Beeren ganzjährlich als tolles Gartenelement. Die Holunderpflanzen eignen sich zur Unterpflanzung von höheren Gehölzen oder als Hecke. Mit zunehmenden Alter bilden die Sträucher eine überhängende und breitere Krone. Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) wird bis rund sechs Meter hoch und damit größer als der Rote Holunderbusch. Als Solitär ist er mit seiner malerischen, überhängenden Krone eine Augenweide. Die sommergrünen Blätter sind unpaarig gefiedert und stehen gegenständigen an den Trieben. Im Inneren der Zweige ist ein weiches, helles Mark. Die Fiederblättchen haben einen gesägten Rand.

Holunderbüsche blühen von Mai bis Juli. Dann präsentieren sich die Sträucher in einer weißen, duftenden Blütenwolke. Die rahmweißen kleinen Blüten stehen in Schirmrispen. Im Lauf des Sommers entwickeln sich aus ihnen kleine schwarze (oder rote) Steinfrüchte: die Holunderbeeren.

 

Köstlich und gesund: Holunderbeeren sind ein Genuss

Schwarzer Holunder ist ein wahrer Alleskönner. Seine Beeren reifen von August bis September. Sie sind dann blauschwarz gefärbt. Zur Ernte werden die ganzen Dolden abgeschnitten. Die Holunderbeeren sind äußerst vitaminreich und schmecken nach dem Garen sehr aromatisch. Meist werden Holunderbeeren zu Saft, Gelee oder Marmelade verarbeitet.

 

 

Ein anspruchsloses und winterhartes Wildobst

Die sommergrüne Pflanze kommt in freier Natur meist am Waldrand vor. Er ist äußerst robust und unkompliziert. An den Boden stellt er keine besonderen Ansprüche. Am besten gedeiht der Hollerbusch an einem sonnig bis halbschattigen Standort auf einem nährstoffreichen und mäßig feuchten Boden. Wird der Holunderbaum zu groß, kann er ganz einfach zurückgeschnitten werden. Möchten Sie regelmäßig seine Früchte ernten, empfiehlt sich ein Rückschnitt im Herbst nach der Ernte. Lassen Sie etwa zehn Triebe stehen, da sie im Jahr darauf Beeren tragen.

 

 

Ein wertvolles ökologisches Nährgehölz

Holunderpflanzen sind als Bienen- und Vogelnährgehölze von großer ökologischer Bedeutung. Daher sollten sie in keinem naturnahen Garten fehlen. Die Holunder Blüte lockt Bienen und Schmetterlinge an, die Beeren Wildtiere und Vögel. Der Strauch spielt seit Urzeiten eine große Rolle als Heilpflanze. Vor allem der Beerensaft wurde früher bei Erkältungen und Fieber verabreicht. Ein Holunder- bzw. Hollerstrauch gehörte in jeden Bauerngarten und durfte nicht gefällt werden. Seine "magischen Kräfte" sollten Haus und Hof zum Beispiel vor Blitzschlag schützen. Auch heute noch ist der Fliederbeerensaft beliebt. Die Blüten werden als Tee zum Beispiel gegen Erkältungen oder Fieber verabreicht. Beliebt ist die Kombination des Holunderblütensirups mit Sekt. Besonders der Schwarze Holunder 'Black Lace' ist ein guter Beerenlieferant und fantastischer Solitär.

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