Fächerahorn

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Der Fächerahorn versprüht fernöstlichen Zauber.


Die Gattung Acer (Ahorn) umfasst mehr als 150 Arten mit einer Vielzahl an Erscheinungsformen. Eine der schönsten von allen ist der Fächerahorn, der auch Japanischer Ahorn genannt wird. Seine botanische Bezeichnung Acer palmatum bezieht sich auf das lateinische Wort "palma" für "Handfläche". Denn die fiederförmigen, tief eingeschnittenen Blätter entsprechen in ihrer Anordnung den fünf Fingern einer Hand. Das filigrane, leicht gezahnte Laub beschert dem Ahorn einen Hauch von Leichtigkeit. Die beschwingte und unbekümmerte Atmosphäre breitet sich im gesamten Garten aus.


Japanischer Ahorn für den Garten

Fächerahorn hat seinen Ursprung in Asien. Auch wenn sein Trivialname Japanischer Ahorn lautet, stammen manche Sorten aus Korea oder China. Schon alleine die attraktive Silhouette der leicht geneigten Verzweigungen verströmt ein exotisches Ambiente. Generell entfaltet sich der pflegeleichte Ahorn breitbuschig mit weit ausladenden Ästen. Das Höhenwachstum beschränkt sich je nach Art auf 3 bzw. maximal 5 m. Rückschnitte sind nicht erforderlich. Eingriffe ins Längen- und Breitenwachstum würden die charakteristische Gestalt von Acer palmatum verändern. Falls doch vorgesehen, sollten Schnittmaßnahmen nur geringfügig ausfallen, damit die natürliche Eleganz des Baumes erhalten bleibt.


Zierahorn mit spektakulärer Färbung

Alle Acer-Bäume mit feingliedrigem Blattwerk beeindrucken mit kräftig gefärbten Blättern samt abweichenden Nuancen über den Vegetationszyklus verteilt, bereits beim Austrieb im Frühjahr beginnend. Aufbrechende Blattknospen tragen gelbe, orangene, rosarote oder bronzene Farbtöne. Zum Sommer hin wechselt das Laub in ein extravagantes Smaragdgrün oder auffallendes Dunkelrot. Generell ist die Gattung Acer bekannt für ein berauschendes Farbenspiel im Herbst. Bevor sich die Blätter vor dem Wintereinbruch von den Zweigen lösen, trumpft Japanischer Ahorn mit leuchtenden Orange-, Violett- oder Rottönen auf. Auf der olivgrünen Rinde bilden sich mit den Jahren feine Längszeichnungen.


Geeignete Standorte und Bodenverhältnisse

Vertreter der Spezies Acer bevorzugen sonnige bis halbschattige Lagen. Mangelnde Sonne wirkt sich für gewöhnlich ungünstig auf die Farbbrillanz der Blätter aus. Nasse und sehr schwere Böden sollten Sie dem Japan-Ahorn nicht zumuten. Am wohlsten fühlen sich die Gewächse auf durchlässigen und mit Humus angereicherten Böden. Im Frühjahr stattfindende Düngergaben mit Kompost oder Hornspänen stellen eine optimale Nährstoffversorgung sicher. Darüber hinaus empfehlen sich windgeschützte Orte.


Japanischer Ahorn - Arten mit gefächertem Laub:

- Emerald Lace (Schlitzahorn): sehr fein gefiederte Blätter im Frühjahr hellgrün, im Sommer smaragdgrün und im Herbst burgundrot bis orange.

- Phoenix: rote Zweige und rosarot-pinkfarbene Blätter im Frühjahr, kräftig dunkelgrünes Laub im Sommer mit rot-orangener Herbstfärbung.

- Katsura: Austrieb gelb bis orange, sommergrün und buntes (gelb, orange und rot) Herbstlaub.

- Atropurpureum: tiefrotes Sommerlaub mit leuchtend roter Herbstfärbung


Acer Palmatum in Einzelstellung

Als Solitär kommt Japanischer Ahorn mit fingerförmigen Blättern optimal zur Geltung. Jenseits jeder Konkurrenz kann sich der bizarr wachsende Baum nach Herzenslust zur Seite ausbreiten. Im Laufe der Jahre erreicht der Ahorn einen Durchmesser von 3-4 m. Deshalb ist ein ausreichender Abstand zu anderen Gewächsen sinnvoll. Es sei, denn der Platz unterhalb des Baums wird zur Unterpflanzung mit niedrigen Gräsern (wie Blauschwingelstaude oder Bärenfellgras) und Bodendeckern (beispielsweise Dickmännchen, Waldmeister oder Schaumblüte) genutzt. Aufgrund der locker verzweigten Baumwurzeln besteht keine Rivalität um Nährstoffe. Ein einheitlicher Unterwuchs betont den edlen Charakter von Acer.


Passende Umgebung

Japangarten
Der Zierahorn ist geradezu prädestiniert für die Gartengestaltung nach asiatischem Vorbild, eventuell in Verbindung mit Sternmoos, Pfeilbambus und Blumen-Hartriegel.

Im Kübel
Als Flachwurzler nehmen Fächerahornbäume mit einem Platz in einem geräumigen Pflanzgefäß im Hof, auf der Terrasse oder an auserwählten Plätzen im Garten vorlieb.

Bonsai
Bei der ästhetisch geformten Wuchsbegrenzung von Mini-Bäumen erfreut sich die Gattung Acer großer Beliebtheit.

Ansonsten fügt sich der Ahorn mit seinen feingliedrigen Blättern wunderbar in moderne Gärten ein. Unterschiedliche Arten in gebührender Distanz zueinander ergeben wunderschöne Kompositionen.

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