Pflanzanleitung für Bodendecker
Bodendecker sind eine zuverlässige Lösung, um Gartenflächen dauerhaft zu begrünen, den Boden zu schützen und Unkraut auf natürliche Weise zu reduzieren. Beliebte Arten sind Immergrün (Vinca minor), Kriechmispel (Cotoneaster dammeri), Teppichphlox, Waldsteinie, Elfenblume, Golderdbeere, Ysander, Efeu und Bodendeckerrosen. Je nach Sorte unterscheiden sich sowohl der Wuchs als auch die empfohlene Pflanzenmenge pro Quadratmeter. Schwächer wachsende Arten wie Vinca minor oder Waldsteinie werden meist mit acht bis zwölf Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt. Mittelstark wachsende Arten wie Teppichphlox oder Elfenblume benötigen etwa sechs bis neun Pflanzen pro Quadratmeter. Sehr kräftig wachsende Sorten wie Cotoneaster oder Efeu reichen meist schon mit drei bis fünf Pflanzen pro Quadratmeter aus.
Für eine erfolgreiche Pflanzung wird der Boden gründlich vorbereitet. Er sollte tief gelockert und sorgfältig von Unkraut, Wurzelresten und Steinen befreit werden. Auf schweren, lehmigen Böden empfiehlt sich die Zugabe von Sand oder feinem Kies, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Sehr nährstoffarme Flächen können mit Kompost oder humusreicher Pflanzerde angereichert werden, um den Bodendeckern optimale Startbedingungen zu bieten.
Bei Bedarf kann eine Unkrautfolie eingesetzt werden. Nach der Bodenvorbereitung wird sie straff ausgelegt. Für jede Pflanze wird ein kleiner kreuzförmiger Schnitt gesetzt, in den der Wurzelballen eingesetzt wird. Die Folie reduziert später den Unkrautdruck und hält den Boden länger feucht. Wichtig ist die Wahl einer wasserdurchlässigen Folie, damit Regenwasser problemlos einsickern kann. Sichtbare Bereiche lassen sich anschließend mit Rindenmulch oder Ziermaterial abdecken.
Beim Einpflanzen werden die Bodendecker vorsichtig aus dem Topf genommen und die Wurzeln leicht gelockert. Die Pflanzen werden so eingesetzt, dass der Wurzelballen bündig mit der Erdoberfläche abschließt. Danach wird die Erde gut angedrückt und gründlich gewässert. In den ersten Wochen sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne Staunässe entstehen zu lassen.
Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Fläche zusätzlich aufzuwerten. Organische Mulchmaterialien verbessern beim Verrotten außerdem langfristig die Bodenstruktur.
Wichtig ist der Hinweis, dass Unkrautfolie die natürliche Ausbreitung der Bodendecker beeinflusst. Viele Arten bilden Ausläufer oder kriechende Triebe, die auf offenem Boden schnell einwurzeln. Unter einer Folie ist dies nur begrenzt möglich. Die Pflanzen können sich zunächst nur in den offenen Pflanzschlitzen ausbreiten. Triebe, die auf die Folie treffen, wurzeln dort nicht ein, wodurch die Fläche langsamer und weniger gleichmäßig zuwächst. Stark wachsende Arten wie Cotoneaster oder Efeu überwachsen die Folie zwar optisch, können sich aber nicht vollständig im Boden verankern. Wer eine besonders dichte Pflanzendecke wünscht, kann die Folie später punktuell einschneiden, damit neue Triebe einwurzeln können.
Während der Anwachsphase sollte die Fläche regelmäßig kontrolliert werden. Unkraut, das an den Pflanzöffnungen wächst, wird früh entfernt. Sobald die Bodendecker angewachsen sind und die Fläche geschlossen haben, reduziert sich der Pflegeaufwand deutlich. Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr fördert ein kompaktes, frisches Wachstum. Eine sparsame Gabe organischen Düngers kann je nach Art unterstützend wirken.